Kaufen statt mieten an Bahnhofstrasse – Manor / Swiss Life

Bahnhofstrasse: Kaufen statt mieten

150513_Manor_SwissLife_Kaufen-statt-mietenManor Maus Frères bietet Swiss Life bis 500 Millionen Franken für das Warenhaus in der Zürcher City.

Letzte Woche hat das Zürcher Obergericht im Mietstreit um das Warenhaus Manor an der Zürcher

Bahnhofstrasse

 für Ordnung gesorgt. Als zweite Instanz hat es die Streitparteien Swiss Life und Manor dorthin geschickt, wo sie von Anfang an hingehört hätten: Vor das Handelsgericht, zuständig bei Streitigkeiten unter Aktiengesellschaften.

«Zurück auf Feld eins», kommentierte die Lokalpresse den Entscheid. Juristisch gesehen beginnt der bereits anderthalb Jahre dauernde Streit zwischen dem Lebensversicherer und der grössten Schweizer Warenhauskette damit wieder von Neuem. Kernpunkt des Konflikts bleibt die Frage, wie stark Immobilienbesitzerin Swiss Life die Miete für Manor bis zum Auslaufen des Mietvertrages im Jahr 2019 erhöhen darf. Geht es nach der Versicherung, soll Manor gut dreimal mehr bezahlen als bisher. Während der Streit um die Miete in aller Öffentlichkeit ausgetragen wird, arbeiten die wichtigsten Personen beider Unternehmen hinter den Kulissen an einer ganz anderen Lösung. Wie zu hören ist, ist das Dossier mittlerweile absolute Chefsache.

Es liegt bei Didier Maus, Präsident der Genfer Manor-Mutter Maus Frères, und bei Swiss-Life-Präsident Rolf Dörig auf dem Tisch. «Um den Mietstreit kümmern sich die Juristen», sagt eine Quelle, die bestens über die Vorgänge informiert ist. «Aber die Präsidenten und ihre Teams arbeiten bereits an einem Plan B.»

 

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